Sonntag, 17. August 2014

Lage der Flüchtlinge in Karlsruhe wird immer dramatischer

Hallo zusammen,

aus aktuellem Anlass wollen wir an dieser Stelle einige Informationen über die aktuelle Lage der Flüchtlinge in Karlsruhe und Baden-Württemberg weiterleiten.
Wir zitieren aus einem Schreiben von Uli Sckerl, innenpolitischer Sprecher der Grünen im baden-württembergischen Landtag:
"Die Landeserstaufnahme in Karlsruhe mit ihren Nebengebäuden und die Außenstelle in der Mannheimer Industriestraße sind hoffnungslos überfüllt. Wir haben derzeit einen Zugang von rd. 1.000 Menschen pro Woche! Die LEA mit allen Nebenstellen bietet 2.700 Plätze. Sie platzt aus allen Nähten. Wir müssen ständig Infektionsherde befürchten. Flüchtlinge müssen auch in Baden-Württemberg inzwischen in Turnhallen, Zelten und leer stehenden Kasernen untergebracht werden. Heute haben wir uns entschieden, in Meßstetten auf der Schwäbischen Alb eine leerstehende und sofort nutzbare Kaserne als zweite Landeserstaufnahme zu nutzen. Ich hoffe, dass die Gemeinde mitmacht. Alle anderen Optionen haben sich zerschlagen oder stehen erst deutlich später zur Verfügung. Wir brauchen dringlich eine 2. Zentrale Aufnahmestätte. Während in vielen Gemeinden ein Streit schwelt, ob man Flüchtlinge überhaupt und wenn, dann bitte nur wenige und möglichst dezentral aufnehmen will, sind wir mangels Kapazitäten im Land inzwischen gezwungen, Flüchtlinge in großen Hallen mit bis zu 400 Feldbetten unterzubringen. So in einem Notquartier in Karlsruhe. Inzwischen verlängern sich auch die Verweilzeiten in der Erstaufnahme.
Die Gründe für diese Entwicklung sind offenkundig: Wir müssen nur nach Syrien oder in den Irak schauen. In immer mehr Staaten werden die Lebensbedingungen für immer mehr Menschen katastrophal. Deshalb drängen immer mehr Flüchtlinge nach Europa. Nach Deutschland kommen sie, weil das von Anfang an ungerechte System, Flüchtlinge zunächst in den Staaten mit EU-Außengrenzen zu halten, faktisch zusammengebrochen ist. Griechenland und Italien sind überfordert."
Der vollständige Brief von Uli Sckerl kann hier heruntergeladen werden:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/7811201/20140815Email%20Uli%20Sckerl.pdf

Die Flüchtlingshilfe Karlsruhe bittet dringend um Spenden, um den Flüchtlingen in ihrer misslichen Lage zu helfen: http://fluechtlingshilfe-karlsruhe.de/

Geldspenden können auf das folgende Konto überwiesen werden:
Menschenrechtszentrum Karlsruhe e.V.
Stichwort Flüchtlingshilfe
Konto-Nr.: 4047192
BLZ: 660 908 00 (BB Bank)
IBAN: DE26 6609 0800 0004 0471 92
BIC: GENODE61BBB


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